Thorens TD150 MK-II
Der Thorens TD150 zählt zu den wichtigsten und revolutionärsten Plattenspielern der Audiogeschichte. Das 1965 eingeführte schweizerisch-deutsche Modell war der erste in Serie gefertigte Plattenspieler mit einem dreipunktgelagerten, federnd aufgehängten Subchassis und Riemenantrieb. Diese Technologie isolierte Tonarm und Plattenteller vollständig von den Motorschwingungen und diente als direkter Vorläufer und Grundlage für Legenden wie den Linn Sondek LP12 oder den späteren Thorens TD160. Wichtigste technische Daten: Antrieb: Riemenantrieb (mit Flachpräzisionsriemen). Motor: 16-poliger AC-Synchronmotor. Drehzahl: 33 und 45 U/min (mechanisch umschaltbar). Plattenteller: 3,4 kg schwerer, zweiteiliger Aluminiumguss. Bedienung: Vollmanuell (keine automatische Abschaltung). Hauptversionen: Thorens TD150 Mk I (1965–1969): Die Originalversion, typischerweise ausgestattet mit dem Tonarm TP13, der noch kein Antiskating (Ausgleich der seitlichen Reibungskraft) besaß. Thorens TD150 Mk II (1969–1973): Verbesserte Version mit modernisiertem TP13a-Tonarm (sogenannter „Kugel“-Tonarm), integriertem Antiskating und Tonarmlift. TD150 AB: Serienmäßige Werksversion mit Der TD150 wurde oft ohne Tonarm (oder mit Tonarmen anderer Hersteller wie SME) gekauft. Vorteile und Modifizierbarkeit (Modding): Der TD150 ist nach wie vor einer der beliebtesten DIY-Plattenspieler (Do-it-yourself) unter HiFi-Enthusiasten: Musikalischer Charakter: Er zeichnet sich durch einen extrem warmen, detailreichen Klang und einen exzellenten Bassbereich aus. Austauschbare Tonarme: Dank der abnehmbaren Tonarme (Tonarmbasis) lassen sich modernere Tonarme (z. B. von Rega, Linn, SME) problemlos montieren. Verarbeitungsqualität: Gefertigt mit schweizerisch-deutscher Präzision, sind Lager und Motor bei ordnungsgemäßer Wartung nahezu unzerstörbar.